Wirkungsberichte 9,3 x 62 und 30-R-Blaser

Wirkungsberichte 9,3 x 62 und 30-R-Blaser


    09. Feb 2016      SH

Erleger: Herr Andre Kaczensky 
Ort: Spanien
Wildart: Steinbock, Steingeis, Rotkalb, Sauen, Rehwild
Kaliber: 9,3x62 und .30 R Blaser
Patrone: Sax 9,3x62 KJG-SR, Schnetz .30 R Blaser KJG-SR
Entfernung: 140 - 180 m
Fluchtstrecke: 0 - 70 m
Treffersitz: diverse

Hallo,

anbei die versprochenen Wirkungsberichte der Sax-Geschosse 9,3x62 und 30RBlaser.

Ich hoffe ich kann ihnen und der Firma Sax damit eine verwertbare Rückmeldung zu den Geschossen geben, damit die Qualität das derzeitige Niveau hält bzw. noch verbessert werden kann.

Wie bereits erwähnt, schieße ich das Geschoss aus fast allen Waffen bereits aus Überzeugung, aber in der 9,3 x 62 ist der Unterschied zu den anderen Geschossen der Mitbewerber am größten.

Kaliber 9,3 x 62 (Bild 1-3)

Steinbock: Der Steinbock wurde auf eine Entfernung von ca. 140 m schräg von oben nach rechts ziehend beschossen. Die Kugel fasste den Steinbock leider etwas tief im Blatt. Der Steinbock quittierte die Kugel (zeichnete) deutlich und ging nach einer kurzen Flucht von ca. 30 m ins Wundbett. Die Kugel saß tief Blatt bis hoch Lauf. Der Ausschuß lag auf der Innenseite des Brustkernes. Da der Bock leider durch eine kleine Unachtsamkeit wieder aufgemüdet wurde, musste ein zweiter Schuss angetragen werden. Auch nachdem der Bock uns erblickt hatte, war er aufgrund der Schockwirkung nicht in der Lage zügig zu flüchten, sondern wurde lediglich wieder hoch. Die zweite Kugel fasste das Blatt auch von rechts und durchschlug den gesamten Wildkörper und sorgte für einen deutlichen Ausschuss. Aufgrund des Schusses brach der Bock sofort tot zusammen. Der Kugelsitz wird auf dem Bild durch die Projektilspitze angezeigt.

Beide Schüsse sorgten für reichlich Schweiß am Anschuss und einen guten Ausschuss. Die Schockwirkung aufgrund des ersten Schusses, obwohl dieser zu tief saß, war grandios und band den Steinbock fast an Ort und Stelle.

Steingeis: Die Geis wurde auf einer Entfernung von ca. 170 - 180 m von unten nach oben von rechts beschossen. Die Kugel traf direkt Mitte Blatt und sorgte für einen sehr guten Ausschuss auf der anderen Blattseite. Die Geis brach auf der Stelle zusammen und rollte den Hang herunter.

Rotkalb: Das Stück wurde auf Ansitz von rechts beschossen und die Kugel saß direkt hinter dem Blatt. Die Kugel fasste somit nur den Bereich der Lunge und sorgte aber auf der anderen Seite für einen deutlichen Ausschuss mit viel Schweiß am Anschuss. Nach kurzer Flucht von 40 m lag das Stück.

Mehrere Sauen:
Ansitz: Die Stücke sind mit guten Treffern direkt am Anschuss bewegungslos zusammengebrochen, kein Schlägeln nix.

Drückjagd: Die Stücke mit guten Treffern (Blatt) sind direkt am Anschuss geblieben, die Entfernung war dabei egal. Stücke mit Treffern mitten drauf oder waidwund hatten eine max. Fluchtentfernung von 30 - 40 m bei reichlich Schweiß.

Rehwild: Bei mehreren Stücken mit besten Treffer (hinter dem Blatt) konnte ich beobachten, dass diese kurz und deutlich zeichnen, einige jedoch dann noch bis zu 50 m gehen, aber mit sehr viel Schweiß. Der Rest bleibt direkt auf dem Anschuss.

Fazit: Patrone ist genial für sämtliches Wild aller Größen, besonders hervorzuheben ist die minimale Wildbretzerstörung auch bei Rehen

Kaliber 30-R-Blaser (Gastjäger Spanien):

Steinbock: (Bild 4 und 5) Der Steinbock wurde auf ca. 180 m von oben und linksseitig beschossen. Der Steinbock quittierte die Kugel (zeichnete) nur sperrlich, obwohl diese Mitte Wildkörper auf der letzten Rippe saß und direkt nach vorn in den Wildkörper wirkte, was zu einem Ausschuss tief Blatt (hoch Lauf) in Kalibergröße führte. Das Blatt war durchschlagen und der Lauf war ab. Der Sitz der Kugel wird durch die Hülse markiert.

Trotz des guten Sitzes der Kugel ging der Bock fast unbeeindruckt ab und erst ca. 60 - 70 m später ins Wundbett. Bei Erreichen des Wundbettes wurde der Bock hoch und flüchtete direkt und zügig. Der zweite Schuss direkt Blatt auf ca. 30 m konnte den Bock sofort stoppen.

Die Schock- sowie die Tötungswirkung des Geschosses war übersichtlich und ich hätte auch erwartet, dass dieser bei einem Treffer dieser Güte an Ort und Stelle gebunden wird. Ebenfalls hat der Bock nach dem ersten Schuss bis zum Wundbett kaum geschweißt. Was mich noch mehr erstaunt hat, ist die Energie, die dieser bei Erreichen des Wundbettes noch entwickelte (fast wie unbeschossen).

Einschätzung:
Es wirkte als ob die Kugel etwas hoch geladen ist oder ob es sich hier um einen Materialfehler des Geschosses handelte. Analog Vollmantel, evtl. hat sich das Geschoss nicht zerlegt.

Empfehlung:
Weitere Testschüsse und evtl. später eingreifen, wenn ähnliche Ergebnisse.

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil Andre Kaczensky