Testjagd Finnland - Dezember 2015

Testjagd Finnland - Dezember 2015


    10. Feb 2016      SH

Erleger: SAX Testjäger PH Detlef Vogt 
Ort: Somero, Finnland
Wildart: Weißwedelhirsch
Kaliber: 8x64 und 8,5x63
Patrone: Sax 8x64 KJG-SR, Sax 8,5x63 KJG-SR
Fluchtstrecke: 0 - 15 m

Am Donnerstag reisten wir über München nach Helsinki, um von da aus mit dem Auto nach Somero ins Jagdgebiet zu gelangen. Da wir am Anreisetag erst im Dunklen ankamen, gab es an diesen Tag keine Möglichkeit mehr zu jagen.

Am Freitagmorgen trafen wir uns mit Totti, dem dort ansässigen Revierleiter der Jagdgesellschaft, um die Ansitze für den "Abend" (15:00 Uhr) zu koordinieren. Jeder bekam einen Ansitz zugeteilt. Gegen 14:00 Uhr machten wir uns für den 1. Ansitz fertig, in großer Erwartung Weißwedelhirsche in Anblick zu bekommen. Als erstes wurde Stefan an seinen Ansitz gebracht und danach wurde ich abgesetzt. Jeder richtete sich ein und circa 15 min. später zog dann auch Ruhe am Stand ein. Noch ein paar Nachrichten hin und her gesendet, dann wurde es langsam dunkel und damit auch spannend. Der Boden wurde pechschwarz, da es nicht geschneit hatte und dennoch konnte man unter Anstrengung noch sehen.

Dann war es soweit, dass erste Stück trat aus dem Bestand aus. Es war ein Kalb und zog in Richtung Kirrung. Dort angekommen sah man nur noch den Umriss des Habitus, nur wenn das Stück sich vor den frisch ausgebrachten Mais stellte, konnte man es genauer erkennen.

Ich wartete ab, da ich bis jetzt in jedem Jahr nur Kälber geschossen hatte. Die Geduld zahlte sich aus, nicht lange, ließ der Spießer, der seitlich an der Kanzel vorbeizog, auf sich warten. Dieser stellte sich glücklicherweise auch vor den Mais, sodass ich ihn ziemlich genau ansprechen konnte. Ich entschied mich zum Schuss. Dieser brach aus der Büchse 8 x 64 SAX Geschoss und das Wild ging getroffen ab.

Mit dem Fernglas suchend, wo es niedergegangen ist, bemerkte ich nicht, dass ein weiteres Stück auf die Kirrung gezogen war und dort in aller Ruhe Rüben äste. Mit viel Anstrengung versuchte ich das Stück anzusprechen. Groß und kräftig schien es, aber ob es ein Hirsch ist oder ein Alttier konnte man nicht sehen. Dann war es soweit, das Stück zog in Richtung Mais und ich erkannte: Ein Hirsch. Waffe hoch und Feuer. Das Stück brach im Schuss zusammen, stand auf und lief noch 12 m bis es verendete.

17:00 Uhr: Ich rief Klaus an, um mich abholen zu lassen und das Wild zu bergen.

So weit, so gut, am nächsten Tag sollte von der Jagdgesellschaft eine Drückjagd auf circa 300 ha durchgeführt werden. Wir wurden auf Wechseln angestellt und harrten der Dinge. Dann wurde das Hundegeläut lauter und danach ging es in eine andere Richtung. Spannend, aber sehr, sehr langwierig.

Am Abend – Ansitz: Stefan auf die Kanzel des gestrigen Tages und ich auf eine andere Kanzel als gestern.

Auf 350 m traten 3 Stücke aus und zogen äsend in die abgewandte Richtung. Dann noch in der Dämmerung ein Elch der trabenden Schrittes auf 300 m vorbeizog. Und sonst nichts. Auch Stefan hatte keinen Anblick an diesen Abend. Nun war nur noch ein Ansitzabend und Stefan sollte zum Schuss kommen.

Da ich am ersten Abend das Kalb beim Suchen des erlegten Stückes noch am Waldrand äsen sah, entschieden wir diese Kanzel noch einmal zu besetzen, aber diesmal zu zweit. Die Kanzel war geräumig und für zwei Personen bequem genug. Wir entschieden uns, uns frühzeitig auf die Kanzel zu begeben, saßen bereits 15:00 Uhr und hielten Ruhe. Es begann zu dämmern und zum Glück hatte es ein paar Schneeflocken am Tag gegeben, sodass die Sicht nicht ganz dunkel war.

Kurz vor 16:00 Uhr war es soweit: Das Kalb zog in Richtung Kirrung. Ich gab Stefan Bescheid, der sich auch sofort zum Schuss bereit machte. Er ließ das Kalb heranziehen und als es sicherte, brach der Schuss aus der Büchse mit 8,5 x 63 von SAX. Es zeichnete und ging noch 15 m bis es verendet zusammenbrach.

Der Abreisetag war gekommen und der Erfolg wird uns noch lange an diese Jagd denken lassen.

Euer SAX Testjäger PH Detlef Vogt